
Die Scientists for Future (S4F) wurden 2019 gegründet, um den Schülerinnen und Schülern von Fridays for Future den Rücken zu stärken. Ein breiter Teil der Bevölkerung und wesentliche Teile der politischen Mitte stellten damals die Legitimität der Proteste und die Notwendigkeit von mehr Klima-Schutz in Abrede. Viele Bürgerinnen und Bürger wussten schlicht zu wenig vom Klima-Wandel und den Auswirkungen auf uns Menschen.
Wo stehen wir heute – sechs Jahre später? Was hat sich verändert? Welche Rolle sollen und wollen wir in der Gesellschaft einnehmen? Was leiten wir an Aktionen für die Region Stuttgart daraus ab?
Wo kommen wir her?
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Disziplinen mit Fach-Kompetenz in Sachen Klima-Folgen-Forschung schlossen sich seinerzeit zusammen. S4F entstand, um der Bevölkerung ebenso wie der Politik wissenschaftlich fundiert zu erklären, dass der Klima-Wandel real und eine substantielle Bedrohung ist.
Bundespressekonferenz anlässlich der Gründung der Scientists For Future, 2019-03-12
Wo stehen wir heute?
Diese Aufgabe – über Realität und substantielle Bedrohung des Klima-Wandels aufzuklären – ist inzwischen erledigt. Nun gilt es am Thema dranzubleiben. Denn offensichtlich sind mit der Aufklärung nicht alle Probleme gelöst; bei weitem nicht. Das Umfeld unseres Tuns hat sich in den letzten sechs Jahren geändert. Insbesondere der gesellschaftliche Umgang mit dem Thema ‚Klima-Wandel‘ ist ein deutlich anderer, als zu Zeiten der ersten Klima-Streiks. Und so stellt sich uns die Frage neu, wo wir mit unseren Kompetenzen in der Gesellschaft (am besten) wirken können.
Einladung zum Mitgestalten
Gemeinsam mit Interessierten aus der Bevölkerung, mit Klima-Aktivisti und vor allem Wissenschaftler:innen werden wir die aktuelle Ausgangslage diskutieren. Was braucht es die S4F aus heutiger Sicht? Jede:r hat Wünsche, Hoffnungen, Kritik und Erwartungen, die sie und er mit den Scientists For Future der Region Stuttgart verbindet. In einem multi-perspektivischen Workshop werden wir diese Betrachtungswinkel sichtbar machen. Wir werden Selbst- und Fremdbilder abgleichen. Daraus leiten wir als Regional-Gruppe der S4F unsere Strategie, unsere Ziele und unser Tun ab.
Dieses offene Treffen ist geplant für Samstag, 28. Juni 2025. Erkunden werden wir Fragen, wie beispielsweise:
- Wie schätzen wir die aktuelle gesellschaftliche Situation ein?
- Welche Erfolge in der Region und darüber hinaus sehen wir? Wie können wir ihnen mehr Sichtbarkeit verschaffen?
- Woran hängt’s, dass wiederum andernorts Klima-Schutz an Priorität verliert und nicht schneller und wirksamer in Gang kommt?
- Welche Rolle spielt Klima-Wandel-Leugnung und wie können / wollen wir damit umgehen?
- Was zählen Fakten? Was folgt aus der wissenschaftlichen Erkenntnis?
- Was können wir mit Wissenschaft erreichen?
- Was ist die Aufgabe von Wissenschaft heute?
- Was können Wissenschaftler:innen beitragen, damit wirksamer Klimaschutz Realität wird?
- Was wollen wir als S4F Stuttgart erreichen?
- Welche gemeinsame Aufgabe sehen wir für uns? Was brauchen wir dafür?
- Was wollen die anderen (z.B. F4F), dass wir als Wissenschaftler:innen machen?
- Wo können / wollen wir gemeinsame Interessen finden?
- Was treibt und motiviert uns?
- Welche Ziele setzen wir uns, um auf dieser Grundlage Aktivitäten sinnvoll zu priorisieren und mit vereinten Kräften agieren?
Zum Workshop sind alle herzlich eingeladen, die sich der Charta der Scientists for Future verbunden fühlen und diese gemeinschaftlich für die Region weiterentwickeln und realisieren möchten. Der erste Teil des Tages richtet sich an Wissenschaftler:innen. Den zweiten Teil des Tages öffnen wir für Bürgerinnen und Bürgern, Aktivisti und Politiker:innen.
Klingt interessant und Du möchtest am 28.06.2025 dabei sein? Bitte melde Dich formlos via stuttgart@scientists4future.org mit dem Betreff „Strategie-Treffen 2025 S4F Stuttgart“.
Wir halten Euch dann ebenso formlos auf dem Laufenden und Du erfährst, sobald der Ort (auf alle Fälle in Stuttgart) und Zeiten stehen.
Wir freuen uns auf Dich und Euch!
Beitragsfoto: Kompass zur Navigation // Petr Sidorov, unsplash